Vorstudie - Übertragbarkeit der Untersuchungsergebnisse verschiedener Elutionsmethoden bei Bodenmaterial aus bzw. für Verfüllungen;
Mit Inkrafttreten der neuen Fassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) und der Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) am 01.08.2023 werden neue Verfahren für die Eluatherstellung zur Bewertung der Stoffemissionen von Boden- und Recyclingmaterial festgelegt. Dies beinhaltet mit der Änderung der Verordnung auch Material für Verfüllungen. Diese neu festgesetzten Verfahren unterscheiden sich von jenen, die nach dem in Bayern angewendeten Verfüll-Leitfaden, verlangt werden. Für eine Prüfung von Material für verschiedene Anwendungen wäre demnach die Durchführung verschiedener, aber ähnliche Analysenverfahren notwendig. Trotz der Ähnlichkeit der Analysenverfahren und unternommener Anstrengungen ist eine Übertragung der erhaltenen Analysedaten auf andere Verfahren derzeit nicht möglich.
Das hier beschriebene Projekt ist eine Vorstudie zu einem Vollzugsprojekt und soll eine Grundlage zur Erhebung der Daten in letzterem schaffen. Mit dem Vollzugsprojekt soll eine ausreichend große statistisch belastbare Datenbasis generiert werden um einen Übertrag von Messwerten oder Grenzwerten zwischen den Verfahren aus BBodSchV (Eluat-Grenzwerte auf Basis eines Wasser-/Feststoff-Verhältnisses von 2 zu 1) und Verfüll-Leitfaden (Eluat-Grenzwerte auf Basis eines Wasser-/Feststoff-Verhältnisses von 10 zu 1)zu ermöglichen.
Eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts würde eine Grundlage dafür schaffen, die Vorgehensweise, die im bayerischen Verfüll-Leitfaden beschrieben ist, in Zukunft weiter zu entwickeln und zu erhalten. Darüber hinaus würde der Mehraufwand durch Doppelanalysen für Bau- bzw. Verfüll-Betriebe reduziert werden.
Ansprechpartner: Henrik Eickhoff